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Seagates günstige 8TB HDD für den 24/7 Einsatz ist bestellbar

Wer im privaten NAS Bereich bisher eine große Festplatte verwenden wollte, kam kaum an der Western Digital Red vorbei, die es mit bis zu 6TB Kapazität gibt. Das könnte sich nun mit der Seagate Archive HDD (5, 6 und 8TB Kapazität) ändern. Denn während die WD Reds auf ca. 40 Euro pro TB Kapazität kommen, zahlt man bei Seagate nur noch 28,5 Euro pro TB (8TB Modell).


Seagates günstige 8TB HDD für den 24/7 Einsatz ist bestellbar

Die Archive HDDs laufen mit 5.900 Umdrehungen und erreichen eine maximale Lesegeschwindigkeit von 190MB/s. Der Cache ist mit 128MB doppelt so groß wie bei Western Digitals Red-Serie. Ob sich der große Cache in der Praxis wirklich positiv auswirkt bleibt aber abzuwarten.

Interessant ist, wie Seagate die 8TB Kapazität erreicht - und warum dies so günstig ist. Denn im Gegensatz zu z.B. HGST kommt keine Heliumfüllung zum Einsatz, Seagate setzt hier auf die SMR-Technik.



SMR - Shingled Magnetic Recording

Um 8TB in ein 3,5 Zoll Gehäuse zu quetschen, bedient sich Seagate der SMR Technik, unbestätigt ist ob Seagate parallel auch die HAMR-Technologie einsetzt. Die SMR-Technologie (shingled magnetic recording) kann den Speicherplatz einer Festplatte theoretisch um bis zu 28% erhöhen, indem die Abstände zwischen den Datenspuren verkleinert werden.


Seagates günstige 8TB HDD für den 24/7 Einsatz ist bestellbar




HAMR - Heat-Assisted Magnetic Recording


Bei Heat-Assisted Magnetic Recording wird das Speichermedium durch einen Laser punktuell erhitzt und erleichtert so den Schreibvorgang auf thermisch stabilerem Material, weil das Magnetfeld weniger stark sein muss. Das Speichermedium enthält zudem Eisen-Platin-Partikel, die den Vorgang stabilisieren sollen. Sehr wahrscheinlich setzt Seagate diese Technik aber erst in zukünftigen Modellen ein um die Kapazität nochmals zu erhöhen.


Seagates günstige 8TB HDD für den 24/7 Einsatz ist bestellbar




Verbrauch

Überraschung auch beim Verbrauch: Die Seagate Archive HDD mit 8TB Kapazität zieht gleich mit den sehr guten Verbrauchswerten der Western Digital Red 6TB. Das sieht auf den ersten Blick zwar nicht so aus, denn die gesamte Leistungsaufnahme ist erstmal höher. Rechnet man die Leistungsaufnahme dann allerdings auf die Kapazität herunter, liegen die Seagate Archive HDD und die Western Digital Red gleichauf.



Technische Daten

Seagate Archive HDD, 8TBWestern Digital Red, 6TBHGST UltraStar He8, 8TB
Zuverlässigkeit
Enterprise (24/7)JaJaJa
Load/Unload cycles*300.000600.000600.000
MTBF (h)800.0001.000.0002.000.000
max. Lesefehler1 pro 10^141 pro 10^141 pro 10^15
Geschwindigkeit
Drehzahl5.900 rpm5.400 rpm7.200 rpm
Cache128MB64MB128MB
Lesegeschwindigkeit190 MB/s175 MB/s195 MB/s
Schreibgeschwindigkeit150 MB/s----
Verbrauch
Last7,5W5,3W7,4W
Idle5,0W3,4W5,1W
Standbykleiner 1,0W0,4W--
Verbrauch pro TB Speicherkapazität
Last0,9W0,9W0,9W
Idle0,6W0,6W0,6W
Standbykleiner 0,1W0,1W--
Sonstiges
Garantie3 Jahre3 Jahre5 Jahre
Preis228 Euro242 Euro740 Euro
Preis/TB28,5 Euro40,3 Euro92,5 Euro

* Maximale Anzahl Parken und Starten der Leseköpfe

Datenblatt: Seagate Archive HDD
Datenblatt: Western Digital Red
Datenblatt: HGST UltraStar He8



Ersteindruck

Die Daten sehen gut aus - und endlich scheint Speicherplatz wieder günstiger zu werden. 28,5 Euro pro TB sind eine Aussage, die die Konkurrenz (Western Digital, HGST) sicherlich zusammenzucken lässt und endlich einen kleinen Preiskampf bei größeren Festplatten auslöst.

Ich bin gespannt wie die Verfügbarkeit der Festplatten in den nächsten Tagen und Wochen aussieht, denn mit der Seagate Archive HDD werden viele die bisher noch gewartet haben jetzt wahrscheinlich zuschlagen. Meine letzten Zweifel hat Seagate mit der 24/7 Freigabe und den 3 Jahren Garantie ausgeräumt. Seagate nennt hier eine jährliche Schreibmenge von bis zu 180TB.

So könnte ich mir durchaus vorstellen meine 8 Stück Seagates ST3000DM001 (3TB) in meinem NAS durch 5 Archive HDDs mit 8TB zu ersetzen - ich denke da aktuell an ein OpenMediaVault NAS im Raid6 Setup.



12 Kommentare

Von Hudge am 11.05.2015
Besucher

In der Akribie des Preisdumping übersieht man anscheinend die AFR oder POH.
Die MTBF ist doch eher Augenwischerei. Mit Werten aus Laboredingungen die der Realität fern sind, kann man doch keinen praktischen Nutzen eruieren.

Was bringt es eine günstige Platte im Einsatz zu haben, die nur 1/3 bzw. das 0,5-fache an Betriebsausfällen abfängt?

Gruß Hudge

Von Robert am 13.12.2014
Besucher

@Marki: Im Grunde hat Stefan vollkommen recht mit seiner Aussage. Doch was Seagate mit "not intended for surveillance or NAS applications" meint ist folgendes: Die neuen Platten sind mehr (oder eher) als Datengrab gedacht (frei nach dem Motto, copy once and forget), wobei hier zumindest 180 TB / Jahr, bei 3 Jahren Garantielaufzeit also insgesamt 540 TB Schreibvolumen, garantiert wird - was bedeutet man kann die Platte - theoretisch - mehr als 20 mal im Jahr komplett beschreiben!
Da aber NAS-Anwendungen und Überwachungskameras in der Regel 24/7 an 365 Tagen/Jahr auf die Platte schreiben, empfiehlt Seagate (wie Western Digital auch ) den Einsatz ihrer speziellen NAS-Platten, die für wesentlich mehr Schreibvolumen / Jahr - z.B. doppelt so viel - ausgelegt sind.

Von Stefan am 10.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Marki: Naja ist wie bei den WD Reds, die Hersteller wollen einen natürlich gerne die teureren Festplatten verkaufen. Ich persönlich sehe keinen Grund die Archive HDDs nicht in einem NAS einzusetzen. Für "Cloud Servers" sind diese ja empfohlen und freigegeben, weiß nicht wo bei einem NAS der Unterschied sein soll.

Von Marki am 10.12.2014
Besucher

Hallo,

bei Seagate kann man nachlesen, dass die HDs nicht für NAS geeignet sein sollen:

"Archive HDDs are not intended for surveillance or NAS applications, and you may experience lower performance in these environments. For these applications, Seagate NAS HDDs and Seagate Surveillance HDDs are suggested for better Performance and reliability"

vgl. hier (Fußnote 2 auf S.1)

Was meint Ihr dazu ?
VG Marki

Von Stefan am 10.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@wahli: Wir haben aktuell noch keine da, kann ich dir also noch nicht beantworten.

Von wahli am 10.12.2014
Besucher

Wie ist denn die Lautstärke subjektiv? Evtl. im Vergleich zur WD Red?

Vermutlich punktet diese Platte bei der Lautstärke alleine dadurch, weil man nicht mehr so viele davon verbauen muss.

Von Stefan am 09.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Loïc: Also Seagate gibt 180TB Schreibvolumen pro Jahr an. Das sollte den meisten in einem NAS doch locker langen. Hier die Seagate Webseite zur Archive HDD. Für häufige Schreibzugriffe würde ich heute eh eine SSD empfehlen.

Von Loïc am 09.12.2014
Registrierter Benutzer

49 Beiträge
Habe irgendwo gelesen, dass diese.Festplatten für mehrere Beschreibung durch die verwendete Technik nicht geeignet sind. Deswegen auch so günstig und fürs archivieren gedacht.

Von Stefan am 09.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@MaZo: Ja es gibt schon eine 10TB Festplatte, allerdings kostet die 8TB Version schon über 700 Euro - ist also für Endkunden nicht interesant (Quelle).

Von MaZo am 09.12.2014
Besucher

Das ist ja wirklich Klasse und preiswert, dann kann ich auf 3 Festplatten reduzieren und 8TB nehmen statt 4 mal 6TB. Die wahrscheinlichkeit eines Ausfalls ist dann auch geringer :) Und für die Zukunft kann eine 8TB erweitert werden. Kommen Ende des Jahres nicht auch noch 10TB? Da war doch was angekündigt?!

Von Stefan am 08.12.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@Silvio: Wird funktionieren, die magische Grenze sind Festplatten mit über 2TB, da diese dann per GPT partitioniert werden müssen. Die nächste Grenze ist dann bei 256TB (NTFS limit) - wenn man aber eh OpenMediaVault benutzen möchte stört einen noch nicht einmal das NTFS limit, da man dort ja ext4 als Dateisystem benutzt.

Von Silvio am 08.12.2014
Besucher

Was für eine Nachricht, find ich ja echt spitze.

Bin mal gespannt wie sich die Festplatten machen. Aber wenn die so sind wie man das Datasheet liest muss WD nachlegen.
Vorallem der Preis o_O

Das wird spannend die nächsten Tage /Wochen. Spricht eigentlich etwas dagegen das so eine Platte mit J1900 Board und Openmediavault funktioniert oder sollte das out of the box funktionieren?

Gruß
Silvio

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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.