ESC oder X
ESC oder X
ESC oder X

Mehr InfosNutzung

ⓘ Hinweise: Cookie-Nutzung | Produktauswahl, Finanzierung und Bewertungsverfahren

ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest

Wer nach einem günstigen und sparsamen Mainboard für AMD neuen Low-End Sockel AM1/FS1B sucht, kommt kaum am ASRock AM1H-ITX vorbei. Der Clou: Das ASRock AM1H-ITX kann per externem Netzteil (DC-In) oder per normalen ATX-Netzteil mit Strom versorgt werden. Die SATA-Festplatten können direkt vom Mainboard mit Strom versorgt werden.

Die AM1-Plattform von AMD tritt gegen Intels neue Bay-Trail Garde an und hat dabei im direkten Vergleich einige Vorteile. So ist z.B. der PCIe 2.0 x16-Slot mit 4-Lanes (2000MB/s) anstatt mit 1 Lane (500MB/s, Bay Trail) angebunden und erlaubt dadurch z.B. den Einbau eines Raid-Controllers, was bei den Bay-Trail Boards durch die limitierte Bandbreite meistens wenig Sinn macht.

Auch die Speicherbandbreite ist etwas höher, da AMD bis DDR3-1600 zulässt, während bei Intels Bay-Trail Plattform bei DDR3L-1333 das Ende erreicht ist. Die interne Grafikkarte ist AMD typisch schneller als die doch ziemlich langsame Garafikeinheit der Bay-Trail CPUs. Das aktuelle AMD Spitzenmodell für den Sockel AM1, der AMD Athlon 5350 bringt immerhin eine AMD Radeon HD 8400 (GCN-Architektur, 2 Compute Units) mit 128 Shadern und einer Taktfrequenz von 0,6 GHz mit. Sie ist in etwa so schnell wie eine Intel HD Graphics 4000, die in den deutlich teureren Intel Core-i Porzessoren (Haswell) integriert ist.
ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest

ASRock verbaut im AM1H-ITX insgesamt 4 SATA3 Ports, 2 davon sind direkt an die AMD CPU angebunden, weitere 2 werden von einem ASMedia ASM1061 versorgt. Raid-fähig sind die Ports nicht, unterstützen aber alle NCQ, AHCI und Hot Plug.

Als Arbeitsspeicher kann normaler DDR3-Ram verwendet werden, bei den meisten Bay-Trail Mainboards kommt hingegen DDR3L-SoDimm zum Einsatz, der etwas teurer ist. Wie alle neueren Mainboards unterstützt auch das ASRock AM1H-ITX den Einbau einer W-LAN Karte in dem mPCIe-1x Slot.


ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest




Anschlüsse

Neben 4 SATA3 Ports sowie 1 PCIe 2.0 x16 Slot (x4 Modus) und einem mPCIe 2.0 x1 Slot für eine W-LAN Karte verfügt das ASRock AM1H-ITX noch über viele weitere Anschlussmöglichkeiten:

- 2x DDR3-1600 non-ECC
- Display Port 1.2 (max. 4096x2160 @ 30Hz), unterstützt HDCP
- HDMI (max. 4096x2160 @ 24Hz oder 3840x2160 @ 30Hz), unterstützt HDCP
- DVI-D (max. 1920x1200 @ 60Hz), unterstützt HDCP
- VGA (max. 2048x1536 @ 60Hz)
- 1Gbit LAN (Realtek RTL8111GR), Wake-On-Lan, Wake-On-Wan, PXE, 802.3az
- 7.1 CH HD Audio (Realtek ALC892), SPDIF Out / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Mikrofon
- 2x USB 3.0 + 1x USB 3.0 Header
- 2x USB 2.0 + 2x USB 2.0 Header
- 1x PS2
- 1x Front Panel HD-Audio
- 1x SATA Power
- 1x 24 pin ATX Power
- 2x 4-pin Lüfteranschluss
- 1x 3-pin Lüfteranschluss
- 1x COM-Port Header
- 1x TPM Header

Hinweis: Es können maximal 2 Monitore angeschlossen werden und der Display Port kann nicht gleichzeitig mit dem HDMI-Port genutzt werden. Das hat mit den Limitierungen in der AM1-CPU zu tun.

ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest


Ein SATA-Power Y-Kabel legt ASRock dem Mainboard bei, so dass sich bis zu 2 SATA Festplatten vom Mainboard aus mit Strom versorgen lassen. Möchte man die vollen 4 SATA Ports nutzen, werden 2 weitere Y-Kabel benötigt, welche man zukaufen muss. Hier empfiehlt sich ein 3er-Pack für 6,40 Euro, welches weniger als 2 Stück kostet: 3 Stück InLine SATA Strom-Y-Kabel, SATA Buchse an 2x SATA Stecker gewinkelt.


Kompatible DC-Netzteile

Wir haben ein Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil für 14 Euro verwendet, es passen aber auch z.B. die Netzteile die den Intel NUCs D34010WYK und D54250WYK beiliegen (65W). Das kleinere Netzteil der Intel NUC DN2820FYKH ist mit 35W hingegen zu schwach.

Das Netzteil muss über einen 2,5mm/5,5mm Stecker verfügen und sollte 65-75W leisten um den Einbau von bis zu 4 Festplatten zu unterstützen. In der Verbrauchsrechnung geht ASRock von 15W pro Festplatte aus, was aber eine deutliche Sicherheit enthalten muss (WD gibt 8W an). Die AM1-CPUs sind mit maximal 25W spezifiziert und ein Arbeitsspeichermodul vom Typ DDR3-1600 ca. 4W.

Maximaler Verbrauch
25W + 4x8W (4x WD Red Festplatte) + 2x4W (Arbeitsspeicher) + Mainboard (~4W) = 69W


In diesem theoretischen Volllastszenario sind alle Komponenten zu 100% ausgelastet. Ich bezweifel stark das man im normalen Betrieb die 60W knackt.

ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest

Wie schon geschrieben, kann aber auch ein internes ATX-Netzteil verwendet werden, z.B. das 300W starke Be quiet! BN140 System Power 7. Dies ist mit 35 Euro allerdings 21 Euro teurer als unser externes Salcar 72W Trafo Transformator Netzteil und leistet am Ende das gleiche (wir werden in den nächsten Tagen einen Test durchführen, ob das Komplettsystem mit einem externen Netzteil sparsamer ist als mit einem internen ATX-Netzteil).

Der Vorteil an einem externen Netzteil ist natürlich auch, dass man deutlich mehr Platz im Gehäuse hat, was der Temperatur und dem Luftfluss natürlich zu Gute kommt. Da die AM1-CPUs über einen aktiven Lüfter verfügen (übrigens ein Minuspunkt gegenüber den passiv kühlbaren Bay-Trail CPUs), staut sich auch ohne aktiven ATX-Netzteil keine warme Luft im Gehäuse.

ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest
ASRock AM1H-ITX für den Sockel AMD AM1/FS1B im Kurztest



Verfügbare Kabini-Prozessoren

Da der Sockel AM1 noch recht neu ist, gibt es noch nicht wirklich viel Auswahl. Interessant sind auch nur die 4-Kern CPUs, das sind:

- AMD Athlon 5150 (4x 1,6 GHz, 2MB Cache, 25W TDP) für ca. 42 Euro
- AMD Athlon 5350 (4x 2,05 GHz, 2MB Cache, 25W TDP) für ca. 48 Euro
- AMD Sempron 3850 (4x 1,3 GHz, 2MB Cache, 25W TDP) für ca. 34 Euro

Das besondere bei AMD Low-End CPUs ist, das AMD im Gegensatz zu Intel fast alle Befehlssätze aktiviert:
MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3, SSE4a, SSE4, SSE4.1, SSE4.2, AES, AVX, BMI1, F16C, AMD64, VT

Doch wie schnell sind die CPUs ? Der Athlon 5350 ist ca. 10-15% schneller als ein Intel Celeron J1900 (4x 2,0 GHz, Turbo bis 2,42 GHz, BayTrail), siehe Vergleich.



Fazit

Da wir unseren AMD Athlon 5350 erst nächste Woche erhalten, kann ich zum Betrieb noch nichts schreiben. Auf den ersten Blick macht das ASRock AM1H-ITX einen guten Eindruck, das Bios kennen wir bereits aus den Intel Bay-Trail Modellen, wie dem ASRock Q1900-ITX.

Wir liefern spätestens am nächsten Wochenende einen vollen Test mit dem AMD Athlon 5350 nach und klären wie oben geschrieben auch, ob sich ein externes Netzteil lohnt und wieviel Strom sich hier gegenüber einen vollwertigen ATX-Netzteil eventuell noch sparen lässt.

Das ASRock AM1H-ITX ist für rund 50 Euro im Handel erhältlich. Rechnet man die stärkste CPU für den Sockel AM1, den AMD Athlon 5350 dazu, werden knappe 100 Euro fällig, rund 25 Euro mehr als das ASRock Q1900-ITX aktuell kostet und genausoviel wie das ASRock Q1900DC-ITX, welches auch ein externes Netzteil unterstützt.

25 Euro Aufpreis für einen DC-Anschluss ist natürlich eine Hausnummer, gleicht sich aber durch das deutlich günstigere Netzteil wieder aus.



3 Kommentare

Von Stefan am 02.07.2014
Technikaffe.de Team

1884 Beiträge
@wahli: Hi Wahli, das Bild war von einem anderen Mainboard. Habe ich berichtigt und den neuen Verbrauch dazu geschrieben. AMD geht von 15W pro Festplatte aus, was für neue Festplatten einfach viel zu viel ist.

Von wahli am 02.07.2014
Besucher

Ich habe mir gerade das Handbuch von diesem Board angeschaut und ich finde die oben angegebene Tabelle nicht mit den gleichen Werten. Dort sind nur maximal zwei HDDs angegeben bei max. 60W. Woher hast du deine Werte/Tabelle?

Von wahli am 01.07.2014
Besucher

Die WD Red 3TB hat lt. Datenblatt (http://www.wdc.com/wdproducts/library/SpecSheet/DEU/2879-771442.pdf) max. 1,73A Stromaufnahme, d. h. sie verbraucht maximal 21W (vermutlich der Anlaufverbrauch). Somit kann doch die oben genannten Werte nicht stimmen, oder?

Diesen Artikel kommentieren:



  • Feedback
  • kurze, artikelbezogene Fragen





  • Hilfestellung bei Problemen
  • Fragen zu ähnlichen Themen




Ähnliche Artikel
Für das NAS - Basic 3.0 nutzen wir wieder ein Mainboard von ASRock. Konkret handelt es sich um das ASRock J3455-ITX, welches mit einem neuen Intel Apollo Lake Vier..
Es geht wieder los, die neue Generation der Mini PCs kommt nach und nach auf den Markt und wir werden in den kommenden Wochen die beliebtesten Vertreter testen. Starten tun wir heu..
Die neuen Intel Kaby-Lake Prozessoren sind jetzt auch für den Desktop erhältlich. Zeitgleich wurden auch die neuen Intel H/Z270 Chipsätze vorgestellt. Wir möcht..
Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.