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Google Chromecast im Test - Was taugt der günstige Mediaplayer ?

Heute schauen wir uns den Google Chromecast einmal genauer an. In unserem Test klären wir, wie einfach die Handhabung des HDMI-Sticks ist, wie sich ganze Tabs aus dem Chrome Browser heraus streamen lassen und wie groß der Input Lag, also die Verzögerung zwischen Eingabegerät und Google Chromecast, ist.

Mit dem Chromecast bietet Google für nur 35 Euro einen schnellen Einstieg in die Streaming-Welt. Dabei ist der Stick nach dem Plug-and-Play Prinzip auch von Anfängern innerhalb von wenigen Minuten eingerichtet und einsatzbereit.
Google Chromecast im Test - Was taugt der günstige Mediaplayer ?

Wofür ist der Chromecast eigentlich gedacht?

Der Google Chromecast ist ein Streaming Player, der über einen HDMI-Port an einen TV angeschlossen werden kann. Der Player wird per USB mit Strom versorgt und kann entweder an einen USB-Port des TVs oder per mitgeliefertem Netzteil auch an eine normale Steckdose angeschlossen werden.

Unser Testgerät haben wir an einen USB-Port des TVs angeschlossen was einwandfrei funktionierte. Der Stick benötigt ca. 10 Sekunden bis er nach dem Start des TVs einsatzbereit ist. Für einen Mediaplayer ist dies ein sehr schnelle Startzeit.



Lieferumfang

Dem Chromecast selber legt Google ein recht umfangreiches Paket an Kabeln bei. Dazu gehört ein HDMI-Verlängerungskabel (ca. 15cm), ein ca. 1m langes USB-Kabel sowie ein USB-Ladegerät falls der TV keinen eigenen USB-Port besitzt. Die Kabel sind qualitativ von der besseren Sorte. Das HDMI-Verlängerungskabel habe ich nicht benutzen müssen, der Stick hat auch so an den TV gepasst.

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Installation

Als Testgeräte kamen ein Samsung Galaxy S4, ein Apple iPad Air sowie ein Apple MacBook Pro Retina (L2013) zum Einsatz. Angeschlossen war der Chromecast an einen LG 55LM620S, der Abstand zum W-LAN Access Point betrug ca. 5 Meter.

1. Den Google Chromecast in einen freien HDMI-Port des TV stecken und via USB mit Strom versorgen
2. Den TV auf diesen HDMI-Port einstellen
3. Auf dem Smartphone/Tablet/Notebook die Chromecast App installieren
4. Den Anweisungen der App folgen

Der ganze Einrichtungsvorgang dauert ca. 5 Minuten. Im Anschluss daran hat der Stick bei mir ein Update heruntergeladen und installiert. Dies funktioniert komplett automatisch und dauert ca. weitere 3 Minuten. Danach ist der Stick einsatzbereit.



Apps für den Chromecast

Damit euer Tablet oder Notebook Inhalte wie Videos, Musik oder Bilder an den Chromecast streamen kann, sind Apps erforderlich. Einer meiner Favoriten ist die App "Mediathek Cast", die die komplette Mediathek des ZDF, ARD, Arte und 3Sat streamt. Dazu lässt sich auch die Qualität einstellen, auf hoher Qualität (720p auf 1080p hochskaliert) sieht das ganze wirklich gut aus. Die App ist kostenlos.

Google Chromecast im Test - Was taugt der günstige Mediaplayer ?


Zusätzlich erhältlich:

- YouTube (Streamen von Videos)
- Google Play Musik / Video (Streamen von Musik / Videos)
- Watchever (Streamen von Videos / Serien)
- Maxdome (Streamen von Videos / Serien)
- Vevo (Streamen von Musikvideos)
- Photocast (Anzeigen von Bildern)
- MyCastScreen (passt den Startbildschirm des Chromecast an)
- Localcast (streamt beliebige Bilder / Videos vom Gerät selbst oder auch von einer Netzwerkfreigabe)



HDMI - CEC Support

Der Google Chromecast bietet eingeschränkten HDMI-CEC Support. Unterstützt euer TV HDMI-CEC, dann setzt sich der Google Chromecast z.B. selbst als aktive Quelle sobald ihr in einer App etwas an den Chromecast sendet. Das Übermitteln von Eingaben auf der Fernbedienung des LG Fernsehers hat allerdings nicht geklappt.



Input Lag und Geschwindigkeit

Der Input Lag hängt natürlich auch von der Entfernung zum nächsten W-LAN Access Point ab. Der Stick selbst verfügt über den W-Lan Standard 802.11n mit 150Mbit/s. Bei meinem Test (ca. 5 Meter Entfernung zum Access Point) betrug der Input Lag ca. 1 Sekunde. Videos benötigten ca. 5 Sekunden zum Zwischenspeichern. Ich denke dies geht in Ordnung.

Damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, habe ich ein kurzes Video gemacht, in dem ich den Browserinhalt auf meinem MacBook Pro an den Chromecast streame. Man kann hier schön den Input Lag erkennen. Beim Abspielen eines Videos ist natürlich kein Input Lag vorhanden, die Wiedergabe ist absolut flüssig.





Einschränkungen

Das meiner Meinung nach interessanteste Feature des Chromecasts ist, dass sich ein Tab aus dem Chrome Browser bzw. der komplette Inhalt, an den Chromecast streamen lässt. Leider hat genau dieses Feature einen Haken: Es funktioniert nicht auf Mobilgeräten, also weder auf Smartphones noch auf Tablets. Dies betrifft sowohl Android als auch iOS Geräte.

Der Grund hierfür ist folgender: Unter Windows oder MacOS benötigt man neben dem Browser Chrome noch eine weitere Erweiterung um den Inhalt des Browser zu streamen. Diese Erweiterung ist aber nicht unter Android oder iOS verfügbar.

Das finde ich sehr schade, ich weiß dass es gerade unter iOS ziemliche Einschränkungen durch das Rechtesystem gibt (es gibt z.B. auch keinen Werbeblocker für Chrome unter iOS), finde es aber Schade, dass Google keinen anderen Weg gefunden hat dieses Problem zu umgehen.

Dieses Feature funktioniert daher aktuell nur auf Windows 7, Windows 8.x sowie MacOS Geräten.


Fazit

Der Google Chromecast ist ein günstiger und auch guter Mediaplayer, der vor allem sehr einfach zu konfigurieren ist. Daher kann man ihn gerade für Streaming-Anfänger empfehlen. Der sehr günstige Preis von nur 35 Euro ist mehr als nur fair für die gebotene Leistung.

Wer noch einen TV ohne SmartTV-Features besitzt und schnell und günstig Videos oder andere Multimediainhalte an den TV streamen möchte, ist mit dem Google Chromecast sehr gut beraten.

Der Stick ist zwar recht neu in Deutschland, in den USA aber bereits seit einem halben Jahr erhältlich. Dadurch wirkt der Stick schon ausgereift, wir haben keine Probleme im Test feststellen können.



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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.