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RWE Smarthome Test und Einrichtung

Wer sich mit Haussteuerungen beschäftigt wird um die in Deutschland am häufigsten benutzte wohl zumindest schon einmal gestolpert sein: Die RWE Smarthome.

Das System basiert auf Windows CE. Damit kommt der Benutzer aber nicht in Kontakt, denn das System wird via Webbrowser, Android oder iOS App oder mit einer Microsoft Silverlight Software für Windows verwaltet. Die Verwaltungssoftware ist Einsteigerfreundlich aufgebaut und funktioniert wirklich gut.

Fortgeschrittene Benutzer können mit den neuen "UND/ODER" Variablen spielen, wobei mehrere Bedingungen erfüllt werden müssen bevor ein Ereignis aktiviert wird. Zum Beispiel werden die Rollläden nicht nur nach der Uhrzeit hoch und runtergefahren sondern zusätzlich wird der Helligkeitswert mit in Betracht gezogen - Im Sommer fahren die Rollläden so z.B. morgens früher hoch als im Winter.


Es wird kein dauerhafter Internetzugang benötigt

Für die Ersteinrichtung muss die RWE Smarthome an das Heimnetzwerk und Internet angeschlossen werden. Jedes RWE-Gerät besitzt eine einzigartige Seriennummer. Anhand dieser wird das Gerät dann für die RWE-Smarthome aktiviert. Nachdem die Haussteuerung komplett eingerichtet ist und alle Geräte erkannt wurden, wird keine Internetverbindung mehr benötigt. Alle eingespeicherten Profile funktionieren auch ohne Internetverbindung. Allerdings ist natürlich nur mit einer Internetverbindung ein Fernzugriff (via Smartphone) möglich.


Die Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über eine RWE eigene Webseite. Von dieser Seite aus werden die vorgenommenen Einstellungen dann auf die Haussteuerung übertragen.

RWE Smarthome Test und Einrichtung


Die Verwaltungssoftware

Die Verwaltungssoftware ist modern und einfach zu verstehen. Es können Ereignisse (also Aktionen) entweder für jeden Raum (es lassen sich unbegrenzt viele Räume erstellen) oder übergreifend (für mehrere Geräte / Räume) erstellt werden.

RWE Smarthome Test und Einrichtung

Jedes Gerät kann mehrfach gesteuert werden. Im Fall einer Rollladensteuerung kann diese z.B. über den ganz normalen Wandschalter bedient werden, zusätzlich via RWE Fernbedienung und zusätzlich noch über ein automatisches (Zeit- oder Helligkeitsgesteuert) Profil. Das System ist wirklich sehr flexibel und es gibt eigentlich nichts was es nicht gibt. Es können so zum Beispiel auch per RWE-Fernbedienung mit nur einer Taste alle Rollläden (in meinem Fall 13 Stück) bedient werden.

Neue Geräte werden per Mausclick auf "Suchen" automatisch erkannt und hinzugefügt. Es kann für jedes Gerät auch ein individueller Name vergeben werden.

RWE Smarthome Test und Einrichtung

Speziell für die Rollladen- oder Markisensteuerung lässt sich auch ein Timeout pro Gerät vergeben. So können Rollläden zum Beispiel auch nur halb geöffnet oder geschlossen werden. Leider lassen sich nicht mehrere Timeouts pro Gerät vergeben (so das man z.B. einen Rollladen bei Bedarf ganz schließen kann und ein anderes Mal nur halb). Dies ist übrigens für mich das einzige Manko an der RWE Smarthome.

Mehrere Geräte zu Gruppen zusammenfassen

Wie oben bereits beschrieben lassen sich auch mehrere Geräte übergreifend steuern. Verfügt Ihr Haus z.B. über mehrere Etagen möchten Sie vielleicht alle Rollläden des Erdgeschosses steuern, während eine andere Etage (z.B. das 1. OG) nicht gesteuert werden sollen. Dieses lässt sich mit Gruppen realisieren. Man fügt eine beliebige Anzahl an Geräten einer Gruppe hinzu. Diese Gruppe kann dann wieder mit nur einer Taste gesteuert werden. Auch die Unterputzschalter lassen sich mit Gruppen verknüpfen.

RWE Smarthome Test und Einrichtung

Meine Außenbeleuchtung kann ich zum Beispiel via Unterputzschalter (optisch ein ganz normaler Lichtschalter) aktivieren oder per Fernbedienung oder Helligkeitsgesteuert.

RWE Smarthome Test und Einrichtung

Es gibt übrigens mehrere Adapter für alle bekannten Schalterserien, ob Becker, Jung, Kopp, Popp, usw.


Mein Fazit

Insgesamt funktioniert das RWE Smarthome zuverlässig und wird ab und zu auch mit automatischen Software-Updates versorgt. Da so eine Haussteuerung mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte halten soll ist dies ein Muss. Schwachstellen können so ohne Austausch von Hardware ausgebessert sowie der Funktionsumfang erweitert werden.

Die Reichweite in unserem Haus (sehr gut isoliert) ist gerade ausreichend. Die Smarthome Zentrale ist dabei mittig im Haus (Abstellkammer) installiert. Es wird eine normale Steckdose sowie eine Netzwerkverbindung (min. 100Mbit) benötigt. Als Internetgeschwindigkeit dürfte DSL 2000 ausreichend sein da nicht viele Daten transferiert werden.

Teilweise (etwas alle 20x) reagiert die Fernbedienung erst beim zweiten Tastendruck. Dies scheint mit dem Timeout meiner Rollläden zusammenzuhängen. Ist für mich aber nicht wirklich schlimm. Man muss dann ca. 5 Sekunden warten bevor man die Taste erneut drückt.

Insgesamt ist das RWE Smarthome nicht billig (so kostet z.B. jede Rollladensteuerungseinheit 100 Euro), bei einem Haus kommen so für die Erstanschaffung 1500-2500 Euro zusammen). Allerdings sind andere Systeme nicht billiger und verfügen meist über einen geringeren Funktionsumfang.

Ich würde die RWE Smarthome jederzeit wieder kaufen da es einfach ein sehr großer Komfort ist, nicht jeden Rollladen einzeln zu schalten. Außerdem kann ich durch die helligkeitsgesteuerte Außenbeleuchtung Strom sparen da das System im Sommer die LED-Außenbeleuchtung - die die Nacht über durchbrennt - morgens gegen 4:30 schon deaktiviert - zu der Zeit schlafe ich natürlich noch :)



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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.