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Thermotransferdrucker versus Laserdrucker im Etikettendruck

Um sich für den richtigen Etikettendrucker zu entscheiden, sollte man sich die Bereiche Druckverfahren,
Kosteneffizienz und Qualität ansehen.



Unterschiede im Druckverfahren

Der Laserdrucker arbeitet mittels Elektrofotografie. Sein Herzstück bildet eine mit einem Fotoleiter beschichtete Bildtrommel, die elektrostatisch negativ aufgeladen wird. Durch die Belichtung mit einem Laserscanner wird die Ladung an jenen Stellen neutralisiert, wo der Toner aufgetragen wird. Auch dieser ist negativ geladen. Die Farbe haftet somit nur an den neutralisierten Stellen der Bildtrommel. Durch die Fortbewegung wird der Toner direkt in Kontakt mit den Etiketten gebracht. Danach wird die Farbe mittels Hitze- und Druckeinwirkung fixiert.

Daneben gibt es die Kaltfixierung, die zwar aufwendiger, aber materialschonender ist. Vor allem bei hitzeempfindlichen Materialien bietet die Kaltfixierung ihre Vorteile.

Beim Thermotransferdruck wird eine Folie, die mit einer speziellen, temperaturempfindlichen Farbe versehen ist, zwischen dem Etikettpapier und einem Thermodruckkopf geführt. Dieser besitzt Hunderte computergesteuerte Heizelemente, die sogenannten Dots, die das Druckbild übertragen. Sobald ein Heizelement angesteuert wird und sich dessen Kopf erhitzt, schmilzt die Farbschicht der Folie und wird auf das Papier übertragen.



Kosten der Anschaffung und des Farbverbrauchs

Für einen objektiven Vergleich muss ein Laserdrucker mit Kaltfixiertechnologie herangezogen werden, da nur dieser in der Lage ist, unterschiedliche Materialien zu bedrucken sowie eine vergleichbare Geschwindigkeit zu erzielen.

Ein Thermotransferdrucker, der im DIN-A4-Format druckt, erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 250 mm/Sekunde. Ein Laserdrucker müsste rund 60 Seiten/Minute drucken, um auf die gleiche Anzahl zu kommen. Laserdrucker mit einer solchen Effizienz kosten circa das Vierfache eines vergleichbaren Thermotransferdruckers.

Hinzu kommt der unterschiedliche Tonerverbrauch. In der Praxis basiert die Kostenrechnung von Laserdruckern auf einer Schwärzung von 3-5 %. Standardfrachtetiketten erreichen jedoch eine Schwärzung von rund 20 %. Das heißt, bei aufwendig gestalteten Etiketten kann diese auf über 70 % steigen. Ein Thermotransferdrucker ist bereits bei 15 % Schwärzung klar von Vorteil.



Die unterschiedliche Auflösung

Die meisten Laserdrucker bieten eine Auflösung von 1200 dpi. Thermotransferdrucker werden hingegen nur bis zu 600 dpi angeboten. Durch ihr unterschiedliches Druckverfahren kann ein Thermotransferdrucker mit 200 dpi jedoch eine höhere Druckqualität erzielen als ein Laserdrucker mit 300 dpi. Ausschlaggebend hierfür sind Materialkombinationen sowie die Positioniergenauigkeit der einzelnen Dots.



Anwendung in der Praxis

Bei einer großen Anzahl an Etiketten wird sich der Thermotransferdrucker als günstigere Alternative erweisen, weil er aufgrund seiner mechanischen Belastbarkeit und der Druckqualität dem Laserdrucker überlegen ist. Für Papieretiketten, die in begrenzten Mengen benötigt werden, reicht ein Bürolaserdrucker jedoch durchwegs aus.


Weiterführende Links:
Wikipedia - Thermodruck
ident 24 - Karten und Etikettendrucker
YouTube – Laserdruck Funktionsweise



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Mit seinen 36 Jahren ist Dennis nicht nur der Senior des Technikaffe Teams, er hat im Laufe seines langen Lebens auch viel Erfahrung im Heimkinobereich sammeln können. Für seine "Packen wirs einfach an" Mentalität mögen wir Ihn noch mehr als für seine Fahrkünste.