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NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

Hinweis: Dieser Artikel wird regelmässig aktualisiert.
Letztes Update am 01.12.2013
Geändert: Prozessor von Intel Celeron G1610 (Ivy Bridge) auf Intel Pentium G3220 (Haswell)
Geändert: Mainboard von Asus P8H77-M Pro LGA1155 auf Sockel 1150 Asrock H81M-HDS


Nachdem ich auf verschiedenen Seiten schon zahlreiche Anleitungen zum Bau von NAS-Systemen veröffentlicht habe, folgt hier mein neustes Projekt: Ein Premium NAS, das je nach Controller zwischen 12 und 16 Festplatten aufnehmen kann.

Hierbei wird eine Hardware-Controller-Karte vom Typ AMCC/LSI 3ware 9650SE-12ML bzw. 3ware 9650SE-16ML benutzt, die über einen PCI-E 8x Slot mit dem Mainboard verbunden wird. Dieser Controller ist nicht der neuste seiner Art, er unterstützt beispielsweise nur SATA-2 und nicht SATA-3. Da dies aber nur für SSD-Festplatten interessant ist, ist der Controller vor allem durch den Fakt, dass man ihn teilweise gebraucht sehr günstig bekommt, eine gute Wahl.

Technische Daten

CPU: Intel Pentium G3220 Dual Core (3GHz, 3MB Cache, 54W TDP, 22nm Haswell) für 59 Euro

Ram: Corsair XMS3 PC-1333 Arbeitsspeicher 8GB (CL9) DDR3-RAM Kit (ca. 55 EUR). Es reichen 4GB.

Mainboard: Asrock H81M-HDS, Sockel 1150, HDMI, DVI, VGA, USB 3, 2xSATA3, 2xSATA2 für 49 Euro

Raid-Controller: AMCC/LSI 3ware 9650SE-12ML bzw.3ware 9650SE-16ML, 12/16x SATA2 (gebraucht ca. 200-250 EUR, neu ca. 600 EUR) oder
Raid-Controller (alternativ): HighPoint RocketRAID 2720 8x SATA3 (neu ca. 170 EUR) oder
Raid-Controller (alternativ): LSI Megaraid 9260-8i 8x SATA3 (gebraucht ca. 200 EUR, neu ca. 450 EUR) oder
Raid-Controller (alternativ): Adaptec 6805 8x SATA3 (gebraucht ca. 200 EUR, neu ca. 450 EUR)

Netzteil: Be quiet! Pure Power L7-350W - 350 Watt, 4x SATA, 3x IDE, 1x 6/8 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze (ca. 42 EUR)
Adapter: 3x DELOCK Adapter Power SATA HDD2x zu 4Pin (je 2 EUR) - Damit lassen sich insgesamt 10 SATA-Festplatten versorgen.

Gehäuse: Fractal Design Define R4 Midi Tower für bis zu 10 Festplatten (ca. 95 EUR) oder
Gehäuse (alternativ): nox Hummer Big Tower für bis zu 12 Festplatten (ca. 100 EUR) oder
Gehäuse (alternativ): Lian Li PC-A70FB Big Tower für bis zu 14 Festplatten (ca. 170 EUR) oder
Gehäuse (alternativ): Xigmatek Elysium Big Tower für bis zu 16 Festplatten (ca. 150 EUR)

Festplatten: Seagate Barracuda ST3000DM001 3000GB, 7200rpm, 64MB Cache (je 115 EUR) oder
Festplatten (alternativ): Western Digital Red 3000GB, 5400rpm, 64MB Cache, 24/7 zertifiziert (je 135 EUR) oder
Festplatten (alternativ): Seagate STBD4000400 4000GB, 5900rpm, 64MB Cache (je 170 EUR)


Summe: 300 EUR + Raid-Controller (bei mir 200 EUR) + Festplatten (bei mir 8x115 + 50 für System-HDD = 970 EUR) = 1520 EUR.


Einsatzzweck

Mein NAS benutze ich zum streamen von Medien (Video, Audio, Bilder) sowie als sichere Datenablage. Als Software benutze ich Windows 2011 Home Server mit dem Addon LightsOut (Bei Interesse: Hier findet Ihr meine Anleitung zur Konfiguration von LightsOut). Aktuell betreibe ich an meinem 12-Port Raid Controller 8 Festplatten vom Typ Seagate Barracuda ST3000DM001 mit einer Gesamtkapazität von 24.000 GB (real nutzbar sind durch den Abzug von 2 Festplatten als Parität 16,3 TB).


Unterschied zwischen Raid5 und Raid6

Während bei einem Raid5 Verbund immer 1 Festplatte als Parität genutzt wird, sind es in einem Raid6 Verbund 2 Festplatten. Die Geschwindigkeit ist durch die etwas aufwendigere Berechnung ca. 30% geringer als in einem Raid5 Verbund. Ein Raid6 Verbund ist daher sicherer, da bis zu 2 Festplatten ausfallen können, bevor ein Datenverlust auftritt. Für einen Raid5 Verbund werden mindestens 3, für einen Raid6 Verbund mindestens 4 Festplatten der gleichen Größe benötigt.


Firmware Updates für gebrauchte Raid Controller

Solltet Ihr euch für einen gebrauchten Raid Controller entscheiden, muss auf jeden Fall ein Firmware Update durchgeführt werden! Die 3ware 9650SE Serie z.B. unterstützt erst mit der Firmware 4.x Version Festplatten von 3 oder 4TB. Die aktuellste Version des 3ware 9650SE ist die v4.10.00.027, 9.5.5.1 code set. Ihr könnt diese auf der 3ware (jetzt LSI) Webseite herunterladen (unten rechts auf der Startseite).


Die richtige Auswahl der Raid-Festplatten

Bei den Festplatten gibt es in einschlägigen Foren oft Uneinigkeit darüber, welche Festplatte denn nun für ein NAS geeignet ist. Viele behaupten, dass nur 24/7 zertifizierte Festplatten - also für den Servereinsatz freigegeben - geeignet seien. Diese Festplatten sind aber knapp doppelt so teuer wie die normalen Festplatten. Die Western Digital Red-Serie (z.B. Western Digital Red 3000GB (WD30EFRX) - oben bereits aufgeführt) ist da quasi ein Zwidder. Sie ist für den NAS-Bereich im 24/7 Betrieb zugelassen, unterscheidet sich aber technisch kaum von der Western Digital Green-Serie (also der Privatanwenderserie).

Ich benutze seit ca. 1 Jahr die Seagate Barracuda ST3000DM001 3000GB, nicht weil diese ca. doppelt so schnell sind wie die Western Digital Red/Green Serie, sondern weil die Seagates mit zu den günstigsten Festplatten gehören. Hier mal ein Screen meiner Festplatten mit CrystalDiskInfo:

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

Bisher hatte ich noch keine Probleme, wobei mein NAS ca. 4-6 Stunden pro Tag an ist, die restliche Zeit im Energiesparmodus.


Der Prozessor / CPU

Meine Anforderungen an die NAS CPU: Sie soll schnell genug sein um meinen Raid6 nicht zu bremsen, soll deutlich über 120MB/s via LAN empfangen und senden können, Energiesparend sein und kostengünstig. Der Intel Pentium G3220 erfüllt all dies mit Bravour. Bei mir werden maximal 2 1080p Streams gleichzeitig abgerufen (1x TV Wohnzimmer, 1x TV Schlafzimmer). Ich habe mal die Auslastung bei 2 parallelen 1080p AVC Remux Streams (ca. 30GB / Film) überprüft - das Ergebnis kann sich sehen lassen (Achtung: Messergebnis noch mit dem alten Intel Celeron G1610, der Intel Pentium G3220 ist nochmal performanter):

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6


Das Mainboard

Im Prinzip tut es hier jedes Mainboard mit Sockel 1150 (Haswell). Das Asrock H81M-HDS benutzt die CPU-Interne Grafikeinheit, damit spart man sich eine dedizierte Grafikkarte, die in einem NAS völlig deplatziert wäre. USB 3.0, LAN und Audio sind natürlich mit dabei. Als Energiespartipp hat sich das Intel DH87RL (ca. 90 Euro) bewährt. Allerdings wird es nahezu unmöglich sein die Stromersparniss wirklich wieder rauszubekommen weil das Asrock H81M-HDS eben 40 Euro weniger kostet.

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Der Raid-Controller

Wer maximal 6-Festplatten im Raid-Verbund (max. Raid5) eibinden möchte, kommt ohne externen Hardware-Controller aus und kann den Intel Software Raid benutzen. Dieser ist erstaunlich gut und die Intel Rapid Storage Software zur Verwaltung des Raids unter Windows ist sehr ausgereift und meiner Meinung nach teilweise besser als die Software von professionellen Raid-Controllern. Ich habe 1 Jahr lang den Intel Raid Controller mit 6x Seagate Barracuda ST3000DM001 3000GB im Raid5 genutzt und hatte keine Probleme.

Wer wie ich allerdings mehr als 6 Festplatten einbinden möchte und wem die Sicherheit von Raid5 nicht reicht, der muss auf einen der oben genannten Raid Controller ausweichen. Wer gar 12 oder 16 Festplatten einbinden möchte, kommt am AMCC/LSI 3ware 9650SE-12ML bzw.3ware 9650SE-16ML quasi nicht vorbei. Man kann auch mit kleineren Controllern und dann SAS-Expandern arbeiten, dies ist in dieser Preisklasse nicht sinnvoll, da 1 SAS Expander knapp 200 Euro kosten kann und die Bandbreite deutlich geringer ist.

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6


Netzteil

Hier bediene ich mich einen Ausschnitt meines Posts über einen Spiele-PC: Markennetzteile verfügen heutzutage über einen Wirkungsgrad von 81-96%. Dieser Wirkungsgrad wird aber nur in einem bestimmten Bereich (z.B. 20% Last) erreicht.

Es gibt folgende Effizienz-Zertifizierungen:

80 PLUS Bronze: 20% Last = min. 81%, 50% = min. 85%, 100% = min. 81% Effizienz
80 PLUS Silber: 20% Last = min. 85%, 50% = min. 89%, 100% = min. 85% Effizienz
80 PLUS Gold: 20% Last = min. 88%, 50% = min. 92%, 100% = min. 88% Effizienz
80 PLUS Platinum: 20% Last = min. 90%, 50% = min. 94%, 100% = min. 91% Effizienz
80 PLUS Titanium: 20% Last = min. 94%, 50% = min. 96%, 100% = min. 91% Effizienz


NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

Netzteile bis 100 Euro

- Be quiet! Pure Power L7-350W - 350 Watt, 4x SATA, 3x IDE, 1x 6/8 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze für 42 Euro
- Be quiet! Pure Power L8-430W - 430 Watt, 4x SATA, 3x IDE, 1x 6/8 PCI-E, 1x 6 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze, Kabelmanagement für 60 Euro
- Enermax Triathlor ETA550AWT - 550 Watt, 6x SATA, 5x IDE, 2x 6/8 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze für 74 Euro
- Be quiet! Pure Power L8-530W - 530 Watt, 5x SATA, 4x IDE, 2x 6/8 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze, Kabelmanagement für 75 Euro
- Be quiet! Pure Power L8-630W - 630 Watt, 5x SATA, 4x IDE, 2x 6/8 PCI-E, 2x 6 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Bronze, Kabelmanagement für 86 Euro


Netzteile über 100 Euro

- Be quiet! Straight Power E9-580W - 580 Watt, 8x SATA, 6x IDE, 4x 6/8 PCI-E, 140mm Fan, 80+ Gold, Kabelmanagement für 104 Euro
- Enermax ERV550AWT-G - 550 Watt, 6x SATA, 6x IDE, 2x 6/8 PCI-E, 140mm Fan, 80+ Gold, Kabelmanagement für 114 Euro
- Be quiet! Straight Power E9-700W - 700 Watt, 9x SATA, 6x IDE, 4x 6/8 PCI-E, 140mm Fan, 80+ Gold für 118 Euro
- Be quiet! Straight Power E9-680W - 680 Watt, 9x SATA, 6x IDE, 4x 6/8 PCI-E, 140mm Fan, 80+ Gold, Kabelmanagement für 126 Euro
- Seasonic X-560 - 560 Watt, 8x SATA, 5x IDE, 2x 6/8 PCI-E, 120mm Fan, 80+ Gold, Kabelmanagement für 148 Euro
- Enermax EMP750AWT - 750Watt, 12x SATA, 8x IDE, 4x 6/8 PCI-E, 140mm Fan, 80+ Platinum, Kabelmanagement für 179 Euro


Ich benutze hier das günstigste Netzteil, da es von der Leistung her locker reicht. Natürlich sind Netzteile mit Kabelmanagement sehr nett, also wenn ihr das Geld übrig habt nehmt eins mit Kabelmanagement.



Gehäuse

Ich benutze aktuell den Fractal Design Define R4 Midi Tower, der maximal 10 Festplatten aufnimmt. Dafür ist er schallgedämpft, besitzt ein gutes Kühlkonzept und ist super verarbeitet. Wer mehr Festplatten einbinden möchte, für den habe ich oben noch ein paar Big-Tower für bis zu 16 Festplatten herausgesucht. Wer maximal 7 Festplatten einbinden möchte, der sollte sich mal das Lian Li PC-Q08B anschauen. Achtung: Ihr benötigt dann ein Mini-ITX Mainboard (z.B. das Asus P8H77-I).

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6


Software

Als Software kommt bei mir der Windows Home Server 2011 zum Einsatz. Dieses Betriebssystem ist sehr flexibel, es lassen sich die gleichen Treiber wie unter Windows 7 und Windows 2008 R2 benutzen. Windows Home Server 2011 benötigt eine Systemfestplatte mit mindestens 160GB. Diese Beschränkung lässt sich aber mit einem Trick umgehen - denn das Betriebssystem benötigt eigentlich nur ca. 30GB und hat damit Platz auf einer kleinen Festplatte oder sogar SSD. Dazu muss die cfg.ini Datei - Die eigentlich für ein unbeaufsichtigtes Setup gedacht ist - verändert bzw. erstellt werden:

[WinPE]
ConfigDisk=1
CheckReqs=0
WindowsPartitionSize=MAX


Achtung: Während des Windows Home Server 2011 Setups unbedingt nur die Systemfestplatte aktivieren! Die anderen Festplatten am Besten physikalisch deaktivieren (Strom- oder SATA/SAS-Kabel entfernen). WHS formatiert sonst unter Umständen die falsche Festplatte!

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6



LSI / 3ware 9650 Raid Controller bzw. 3DM2 Management Software

Hier ein paar Screenshots der Raid Controller Management Software mit einem 8 Festplatten großen Raid6 Verbund unter Windows Home Server 2011:

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

NAS für 12-16 HDDs im Raid 5/6

Wer kein Windows möchte sondern eher auf Unix / Linux steht, dem empfehle ich meinen Artikel Haswell NAS für bis zu 6 Festplatten im Raid 5 mit FreeNAS.


44 Kommentare

Von Stefan am 20.03.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@petrel: Wir haben ja Anleitungen mit und ohne ECC-Ram. Wenn Du lieber ECC-Ram benutzen möchtest, kannst Du dies natürlich tun, dafür benötigst Du dann aber wie schon von dir geschrieben ein ECC-fähiges Mainboard.

Von petrel am 19.03.2016
Besucher

Hi,

gibt einen Grund warum Ihr hier kein ECC-Ram und Board nehmt?
Ich habe mir jetzt einen Areca 16-Port-SATA Raid Controller zugelegt (hat nur 256MB Speicher aber lässt sich auf 1/2 GB aufrüsten). Jetzt fehlt noch CPU, Ram und Mainboard und dazu die Festplatten.
Was würdet ihr da empfehlen?

Gruß

Von Johannes am 08.03.2016
Besucher

Ich hab den CPU-Leistungsfresser ausgemacht: Es war die vom rrd "totgeschriebene" SSD... Die Prozentangaben habe ich übrigens aus der OMV-Übersicht. Die Angaben in Kernen kommen erst unter dem CPU-Reiter.

In der Firma haben wir nun eine kleine SAS-HDD als Systemplatte, und der i3-T hat im Single-User-Testbetrieb nicht mehr wirklich zu tun. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn wir mit der Kiste produktiv werden. Nur eine Sache irritiert mich noch: Ich komme mit meinem Arbeits-PC über das Netzwerk nicht höher als etwa 800Mbps, und habe bisher keine Idee warum. Denn am lokalen USB3 bringt der Rechner lockere 130-150MBps. Aber dem werde ich auch noch auf die Schliche kommen. Eine "richtig heiße" Testkiste ist schon in Bau.

Gruß aus Hannover

Von Stefan am 25.02.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Johannes: Wie Du auf so hohe Auslastungen kommst ist mir unklar. Die Auslastung wird in Linux ja mit 1.00 pro 100% EINES Kernes angezeigt. Bei 8 Logischen Kernen ist eine 100%ige Auslastung dann 8.00. Eventuell hast Du dich hier verguckt / verrechnet ?

Von Johannes am 25.02.2016
Besucher

Nun, ich würde nicht so einfach grundsätzlich behaupten, dass ein Celeron mit 65W TDP deutlich sparsamer sei als eine i-Core-T-CPU mit 35-45W TDP. Das ist ähnlich wie die Debatte in der Embedded Control: Was bringt es eher? Einen schnelleren Controller mit höherer Leistungsaufnahme kürzer zu beschäftigen, oder einen langsameren Low-Power-Controller länger? Die Antwort kann letztlich nur eine verlässliche Messung über einen längeren Zeitraum geben...

Aber ok, heute habe ich mal meinen Home-OMV-2.x mit i7-T (45W TDP) etwas gefordert und die CPU immerhin auf knapp 50% ausgelastet bekommen - mit der Komplett-Aktualisierung nach der Neuinstallation. Anschließend habe ich das vorhandene RAID5 lesend und schreibend mit größeren Datentransfers (10GB+) beackert, und bin dabei auf volle Netzwerkauslastung bei jeweils um 25% CPU-Last gekommen. Von daher nehme ich an, dass der Firmen-OMV mit i3-T-CPU (35W TDP) auf grob 50% kommen wird, und auf 100%, wenn wir auch die zweite auf dem Mobo vorhandene eth belasten. Wie da Dein Celeron (65W TDP) mitkommen und leistungsmäßig noch einen guten Schnitt abliefern soll, ist mir nicht wirklich plausibel.

Gruß aus Hannover

Von Stefan am 23.02.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Johannes: Kommt es dir bei der TDP nur auf die Hitzeentwicklung an oder um die Leistungsaufnahme ? Da ist nämlich ein Intel Celeron mit 65W deutlich sparsamer als eine T-Variante von i3/i5/i7. Die Transfergeschwindigkeit hängt natürlich neben dem Netzwerk auch von der Art deiner Daten (klein/groß/komprimierbar) zusammen. Schau dir während eines Datentransfers in OpenMediaVault mal die CPU-Auslastung an, ich vermute das hier eher deine Netzwerkkarte bzw. die Linux Treiber dieser dein Problem verursachen.

Die Marvells kannst Du nutzen, wir haben meist welche mit ASMedia Controller benutzt. Alternativ mal einen Geschwindigkeitstest unter OpenMediaVault 3.x machen, denn das basiert auf der neuen Debian Version und sollte etwas schneller sein. Auch die Installation eines Backports Kernels (über die OMV Extras) kann die Geschwindigkeit steigern.

Von Johannes am 22.02.2016
Besucher

Zum Thema effiziente Netzteile möchte ich diesen Link anheim stellen:
http://www.plugloadsolutions.com/80PlusPowerSupplies.aspx

Gruß aus Hannover

Von Johannes am 22.02.2016
Besucher

Danke Stefan,

für die prompte Antwort, und sorry, wenn ich nicht so prompt antworten kann.

Aber was mich eigentlich bewegt: Wir haben in der Firma derzeit noch im Testbetrieb (Single User) einen OMV 1.19 stehen, der auf einem Asus CS-B mit einem i3-4160T, 8GB RAM und drei roten WDs im Raid5 läuft und beim Schreiben auf etwa 85MB/s kommt, und nur beim Lesen auf die 100MB/s, die unser Netz bringt. Dass ich da eine doch etwas mächtigere CPU wie die i7-4790T überlegte, war letztlich nur deshalb, weil die ebenso wie die i3er auf 45W gespect ist. Und nicht auf 55 oder 65W, wie die von Dir angeführte Celeron.

Am Rande bemerkt, geht Deine Bemerkung "bei mir zu Hause tut es..." von vorn herein an meiner Anfrage vorbei, ist aber verziehen, denn ich bin eigentlich Entwickler und gewohnt, selber solche Bemerkungen zu bringen ("Bei mit auf meinem Tisch läuft alles wie es soll...")

Zu den Controllern noch: Die von mir benannten sind alle Marvells. Werden die auch direkt (von Debian?) unterstützt?

Gruß aus Hannover

Von Stefan am 22.02.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Vuk: Sorry bin ich überfragt, bei mir liefen die Festplatten durchgehend weil ich mein ganzes NAS bei Nichtgebrauch in den Standby geschickt habe.

Von Vuk am 22.02.2016
Registrierter Benutzer

3 Beiträge
Hallo,

beherrscht der LSI 3ware 9650SE-12ML ein spin-down der Festplatten?
Der 9260-8i kann das ja scheinbar nur mit einer älteren Firmware.

Schönen Feierabend

Von Stefan am 20.02.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Johannes:

1. Ein Core i7 (auch T) ist völlig überdimensioniert. Ich habe selbst zu Hause ein 6-Bay (6x6TB) NAS im SW-Raid 6 stehen und die CPI (Intel Celeron G1840) ist völlig unterfordert. Selbst wenn Du AES-Verschlüsselung benutzen möchtest, tut es ein Intel Core i3.

2. Sämtliche von uns benutzte/getestete SATA-Controller laufen unter Linux einwandfrei. Ich würde Controller mit ASMedia Chipsatz vorziehen.

Von Johannes am 20.02.2016
Besucher

Hallo,

ich will ein solches Gehäuse für openmediavault-Tests für die Firma und nebenbei zu privatem Nutzen mal mit Platten vollpacken hab dazu zwei Fragen:

1.: Habt Ihr auch mal eine "heißere" CPU für einen max 8 Platten-Software-RAID-Verbund probiert wie etwa die i7-4790T?

und 2.: Habt Ihr auch Erfahrungen mit PCIe-x4-6Gbit-SATA-Controllern wie Startech PEXSAT34 und Delock 89395?

Gruß aus Hannover

Von Stefan am 22.01.2016
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@mkspawn: Ja, einen Raid 5/6 kannst Du später durch neue Festplatten erweitern.

Von mkspawn am 22.01.2016
Registrierter Benutzer

1 Beitrag
Hallo,

ist es möglich bei diesem NAS, zb nur fertig aufzubauen, und Nachträglich die Festplatte im laufenden Betrieb hinzuzufügen.
Habe Interesse am 16-Bay.
Und mindestens 4 für Raid 6 Verbund. Das ich quasi erst 4 Bestücke, danach jeweils immer Festplatte nachträglich hinzufüge ohne Datenverlust.

Von Hudge am 28.08.2015
Besucher

Danke für die Rückmeldung.
Das habe ich angenommen, weil die Grafik des Datenträgers 10 MB/s zeigt und der Graph zur Auslastung optisch schon sehr am oberen Limit steht.

Ansonsten - schöner Artikel

Von Stefan am 24.08.2015
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Hudge: Wie kommst Du darauf das die Datenträger am Limit sind ? Der Graph steht bei 10MB/s, der Raid kann aber locker das 50-fache liefern. Ist also kein Problem!

Von Hudge am 24.08.2015
Besucher

Hallo,

Die CPU ruht sich ja ziemlich aus.
Die Platten (http://www.technikaffe.de/anleitung/nas_fr_12-16_hdds_im_raid_56_3.jpg) in dem o.g. NAS hingegen laufen aber schon ziemlich am Limit.

Bei nur 2 Streams kann das doch nciht befriedigend sein.Wenn noch ein dritter Anwender auf dem Gerät was macht gibt es doch bestimmt derbe Lags. Oder?

Von Stefan am 16.08.2015
Technikaffe.de Team

1468 Beiträge
@Sakura: Danke für die Info. Passthrough wird wohl nicht gehen, Du musst wie beschrieben die Platten via JBOD einzeln initialisieren. Allerdings würde ich an deiner Stelle den Raid 5/6 direkt über den 9650 abwickeln!

Von Sakura am 16.08.2015
Besucher

Der 9650SE kann mit der aktuellsten Firmware auch mit 6TB Platten umgehen.
Getestet haben wir es mit 7x6TB WD Red im RAID 5. wobei ich mittlerweile eher weniger zu RAID 5 bei den Plattengrössen tendiere wegen der MTBF.

Eine Frage zum NAS. Kann man den 9650SE irgendwie als Passthrough betreiben? Würde gerne ein SW RAID draus machen aber habe zu dem Thema nichts gefunden. Und jede Disk einzeln initialisieren ist auch nicht so toll weil es im OMV dann ohne SMART ankommt.

Von Dennis am 02.08.2015
Technikaffe.de Team

888 Beiträge
@Michael:

Das kommt natürlich ganz auf das Gehäuse an. Bei den hochwertigeren ist es eigentlich heutzutage immer mit dabei.

Bei dem das Stefan hier empfiehlt (Fractal Design Define R4) ist es definitiv so. Da kommen Gummipuffer zwischen Festplatte und Festplatteneinschub. Ich habe das selbst für meinen Server und bin damit sehr zufrieden.

Gruß
Dennis

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Zu allererst muss ich sagen, wer ernsthaft versucht ein NAS oder gar einen kleinen Server selbst zu bauen, der kommt an Technikaffe höchst wahrscheinlich nicht vor..
Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.