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FRITZ!Fon MT-F im Test

In vielen Haushalten steht bereits eine FRITZ!Box - einige mit DECT Unterstützung. Damit lassen sich alle DECT fähigen Schnurrlostelefone an die FRITZ!Box anschließen - wer alle Funktionen benutzen möchte kommt aber an einem FRITZ!Phone nicht vorbei.

Der Berliner Hersteller AVM bietet 3 verschiedene Telefone an: Das FRITZ!Fon M2 (48 Euro), das FRITZ!Fon C3 (59 Euro) und das FRITZ!Fon MT-F (65 Euro).

FRITZ!Fon MT-F im Test


HD-Telefonie

Alle Telefone unterstützen die sogenannte HD-Telefonie mit dem Codec G.722 mit 64 kbit/s. Auch Siemens unterstützt in neueren Geräten diesen Codec und damit HD-Telefonie. Stand 2013 ist HD-Telefonie aber nur im gleichen Netz (also nur im Festnetz) möglich. Zwar wird HD-Telefonie auch bei der D1 und D2 im Handynetz unterstützt, aber die Übergabe zwischen Mobilfunk und Festnetz funktioniert bisher nicht mit HD-Telefonie, es wird dann nur mit 32 kbit/s kommuniziert.

Ich habe mit letzten Monat bereits das 2te FRITZ!Fon MT-F gekauft - Zeit für einen Testbericht! Ich betreibe die Telefone an einer FRITZ!Box 7390. Die Qualität des Telefones ist gut, das Display verfügt über 320 x 240 Pixel - das sind 180ppi (Pixel per Inch), die Schrift ist gut leserlich aber nicht so scharf wie man es von aktuellen High-End Smartphones gewohnt ist.

Die Rückseite ist in einem matten schwarz gehalten, die Vorderseite in Klavierlackoptik, die anfällig für Fingerabdrücke ist. Insgesamt geht dies aber und ist nicht sehr störend. Erhöhter Putzbedarf fällt nicht an. Ein Headset kann auf der rechten Seite des FRITZ!Fon MT-F angeschlossen werden.



Ladestation und Ladedauer

Die Ladeschale des FRITZ!Fon MT-F gefällt mir sehr gut. Über 2 Kontakte wird das Telefon aufgeladen, das Einstecken in die Schale klappt einwandfrei (meiner Meinung nach besser als bei Gigaset Geräten). Der 750mAh Akku des FRITZ!Fon MT-F reicht für eine Gesprächsdauer von 8-10 Stunden. Im Standby reicht der Akku für 6-7 Tage.

Die Ladedauer ist mit 1-2 Stunden angenehm kurz. Sollte der mitgelieferte Akku defekt sein, kann man sich einen Ersatzakku für ca. 5-7 Euro von einem Drittanbieter günstig nachkaufen.

FRITZ!Fon MT-F im Test



Menü und Bedienung

Die Flexibilität des Telefones ist der Wahnsinn. Im Zusammenspiel mit einer FRITZ!Box spielt das FRITZ!Fon MT-F seine Stärken aus: E-Mail, RSS-Feeds, Internet-Radio, Podcasts, Zugriff aus das NAS - alles ist möglich. Als Komfortfunktionen sind ein Weckruf und ein Babyfon mit an Board.

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Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und lassen keine Wünsche offen. Dabei ist das Menü aber trotzdem übersichtlich geblieben. Mich begeistert auch die Möglichkeit Firmware-Updates durchzuführen, die von AVM in regelmässigen Abständen veröffentlicht werden (ca. alle 6 Monate).

Als besonderer Clou lassen sich auch Anruferfotos vergeben - das sieht auf dem Farbdisplay sogar richtig hübsch aus. AVM hat wirklich viele Smartphone Features mit in das Gehäuse des FRITZ!Fon MT-F gesteckt, dabei aber nicht vergessen das es sich eben nicht um ein Smartphone handelt, sondern um ein Haustelefon, das auch mal einen Sturz aushalten und einfach zu bedienen sein muss.



In Harmonie mit der FRITZ!Box

Wie gesagt: Richtig Spass macht das FRITZ!Fon MT-F erst mit einer FRITZ!Box. Anders als bei Gigaset Geräten existiert nicht auf jedem Gerät ein eigenes Telefonbuch, sondern ein gemeinsames, dass auf der FRITZ!Box gespeichert ist. Ändert sich ein Eintrag oder kommt ein neuer Eintrag hinzu, gilt dies für alle Telefone.

Das Telefonbuch sowie alle wichtigen Einstellungen inkl. der Verwaltung von mehreren Telefonnummern und Anrufbeantwortern werden über die Oberfläche der FRITZ!Box vorgenommen.

FRITZ!Fon MT-F im Test

Die auf dem Anrufbeantworter eingegangenen Anrufe können zusätzlich auch per E-Mail versandt werden und können dann vom Smartphone, Tablet oder Computer angehört werden - auch nett wenn man gar nicht zu Hause ist und nicht alle paar Stunden per Fernanruf den Anrufbeantworter checken möchte.

FRITZ!Fon MT-F im Test



Reichweitenerhöhung mittels DECT-Repeater

Damit sich auch im ganzen Haus die HD-Telefonie nutzen lässt ist unter Umständen der FRITZ!DECT Repeater 100 notwendig, der die Reichweite der FRITZ!Box erhöht. Da in unserem Energiehaus die Decken und Wände ziemlich gut isoliert sind, reicht bei mir die FRITZ!Box nicht ganz bis ans andere Ende des Hauses.

Der FRITZ!DECT Repeater 100 funktioniert gut, geht man mit einem Telefon - auch während des Sprechens - von einem Bereich des Hauses in einen anderen, übernimmt der Repeater (sofern die Signalstärke besser ist als zur FRITZ!Box) automatisch und ohne Unterbrechnung das Gespräch.



Fazit

Das FRITZ!Fon MT-F ist seit Ende 2011 auf dem Markt und ist seit dem erwachsen geworden. Es ist ein grundsolides und schönes Gerät zu einem fairen Preis. Es ist zwar DECT-fähig, seine Stärken spielt das Telefon aber nur mit einer FRITZ!Box wirklich aus und bildet eine vorbildliche Symbiose mit dieser.

Einzig die Freisprechfunktion hat mich etwas enttäuscht, aufgrund der doch recht flachen Bauweise klingt der Lautsprecher nicht wirklich kräftig und verzehrt spätestens auf der höchsten Lautstärke. Der normale Lautsprecher ist hingegen hervorragend. Wer nur mit der Freisprechfunktion telefonieren möchte wird eventuell enttäuscht.

Alle anderen Funktionen sind tadellos und spätestens seit Sommer 2013 (vorletztes Firmware-Update) sind keine Fehler mehr vorhanden. Ich bin mit dem Telefon jedenfalls sehr zufrieden und würde es jederzeit wieder kaufen.


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Über den Autor
Stefan ist 33 Jahre alt, wohnt bei Hamburg und arbeitet als IT-Administrator in einer japanischen Firma. Stefan ist eines der drei Gründungsmitglieder von Technikaffe und schreibt seit April 2013 rund um die Themen Server, Netzwerk und Programmierung.